Lünen, 04. April 2025. Die Audi AG hat gemeinsam mit TSR Resource GmbH & Co. KG ein Rückführungskonzept entwickelt, mit dem Materialien aus Altfahrzeugen aufbereitet und erneut in die automobile Lieferkette zurückgeführt werden sollen. Damit wird Audi zum ersten Automobilhersteller, der Post-Consumer-Materialien strategisch in seine Lieferkette integrieren und über ein digitales Materialkonto mit TSR absichern will.
Ab 2025 stellt Audi mehrere Tausend Vorserienfahrzeuge für das Recycling zur Verfügung. Diese werden durch die TSR Group zerkleinert, hochwertig aufbereitet und als Recyclingrohstoffe gezielt zurück in die Lieferkette geführt. Ziel ist es, Materialien aus dem Lebensende eines Fahrzeugs erneut für die Produktion neuer Fahrzeuge zu nutzen.
Ein zentrales Element dieser Zusammenarbeit ist das digitale Materialkonto, über das Audi die aus den Altfahrzeugen gewonnenen Recyclingrohstoffe gutgeschrieben bekommt. Zulieferer können diese Rohstoffe im Rahmen eines Vergabeprozesses abrufen. „Das Potenzial von Recycling ist enorm. Wir arbeiten stetig daran, den Anteil an wiederverwerteten Materialien in unseren Fahrzeugen zu erhöhen. Mit dem digitalen Materialkonto kann Audi recycelte Rohstoffe als wertvolle Ressourcen unabhängiger vom Markt beschaffen", erklärt Dr.-Ing. Renate Vachenauer, Vorständin für Beschaffung bei Audi.
Christian Blackert, Geschäftsführer von TSR Resource, betont: „Wir freuen uns gemeinsam mit Audi einen weiteren, konkreten Schritt für die Kreislaufführung von Materialien in der Automobilindustrie umzusetzen. Dieses Projekt ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, was dank Industriepartnerschaften möglich ist. Gleichzeitig wollen wir Abhängigkeiten in der Rohstoffversorgung reduzieren und die Resilienz industrieller Lieferketten gegenüber den Herausforderungen globaler Märkte stärken."
Die Kooperation ist ein bedeutender Schritt in Richtung zirkulärer Wirtschaft. Perspektivisch sollen weitere Materialien und Fahrzeugtypen in das Rückführungssystem eingebunden werden. Ziel ist es, den Einsatz von Post-Consumer-Materialien in der Audi-Produktion auszubauen – ohne Abstriche bei Qualität und Wirtschaftlichkeit.