Lünen, 28. August 2021. An mordernen und klimafreundlicheren Prozessen in der Stahlherstellung wird aktuell intensiv geforscht. Für eine kurzfristig umsetzbare Lösung haben sich unter der wissenschaftlichen Leitung der VDEh-Betriebsforschungsinstitut GmbH die Stahlproduzenten thyssenkrupp Steel und die Hüttenwerke Krupp Mannesnmann mit dem Recyclingunternehmen TSR Recycling GmbH & Co. KG zusammengeschlossen.
Das Projekt REDERS (Reduzierte CO₂-Emissionen durch Erhöhung der Recyclingquote bei der Stahlherstellung) soll die Recyclingkreisläufe von Eisen und Stahl in Duisburg stärken und gleichzeitig den CO₂-Ausstoß von thyssenkrupp Steel und den Hüttenwerken Krupp Mannesmann senken. Für dieses Projekt folgte nun der Zuwendungsbescheid im Rahmen des „Programms für rationelle Energieverwendung, regenerative Energien und Energiesparen – progres.nrw – Programmbereich „Innovation“‘ in Höhe von 6,4 Mio. Euro für das Projekt. Die Förderung durch das Land NRW erfolgt in enger Anbindung an die Landesinitiative IN4climate.NRW.
Minister Pinkwart: „Die Transformation hin zur zukunftsfesten und klimafreundlicheren Industrie von Morgen ist eine Gemeinschaftsaufgabe. Mit unserer Landesinitiative IN4climate.NRW haben wir früh den Schulterschluss mit den vielen innovativen Industrieunternehmen in unserem Land gesucht und unterstützen mit gezielten Fördermaßnahmen. Effizienzsteigerungen haben gerade in der hiesigen energieintensiven Industrie einen direkten Einfluss auf den Klimaschutz. Ich bin überzeugt, dass das Vorhaben wegweisend für die gesamte Branche sein wird."
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Mit dem innovativen Herstellungsverfahren der TSR wird aus üblichen Vormaterialien – sprich Konsumentenschrotten – ein neuartiges, zertifiziertes Produkt hergestellt, das einen Einsatz im Hochofen sowie eine Steigerung des Recyclinganteils im Konverterprozess ermöglicht. Nach den Projektberechnungen können durch eine Erhöhung des Recyclinganteils in der Stahlproduktion damit die CO2-Ausstöße reduziert werden.
Bernd Fleschenberg, COO TSR: „Zielsetzung des gemeinsamen Vorhaben ist es, ein qualitativ hochwertiges sowie zertifiziertes Produkt aus herkömmlichen Vormaterialien zu erzeugen. Mit diesem neuen Produkt können wir einen Anteil des zukünftigen Rohstoffbedarfs der europäischen Industrie nachhaltig decken."
Durch den Einsatz des Recyclingprodukts lässt sich im Hochofen und Konverter der Einsatz von Einblaskohle und der Koksverbrauch reduzieren und dadurch CO2-Emissionen einsparen. Damit ergänzt das Projekt die Transformationspfade von thyssenkrupp Steel und HKM auf dem Weg zu einer klimaneutraleren Stahlproduktion. Dr. Arnd Köfler, CTO thyssenkrupp Steel: „Wir müssen schnell Fortschritte bei der Reduzierung der CO₂-Emissionen erzielen. Der Einsatz von hochwertigen schrottbasierten Recyclingmaterial im Hochofen ist ein innovativer Schritt. Wir freuen uns, dass dieser Ansatz nun durch das Wirtschaftsministerium gefördert wird."
Der regelmäßige Einsatz des mit dem neuen Verfahren produzierten Recyclingmaterials wird voraussichtlich im Herbst 2022 beginnen.